Auswahl extrem rechter Publikationen mit bundesweiter Bedeutung
Die Hilfsorganisation für nationale politische Gefangene und deren Angehörige e.V. (HNG)
gibt seit 1983 ihren monatlichen Rundbrief Nachrichten der HNG heraus.
Der Schwerpunkt des Vereins ist neben der Unterstützung von inhaftierten Neonazis
vor allem auch Öffentlichkeitsarbeit zu staatlicher Repression gegen ihre Mitglieder.
Dazu gehört neben der Vermittlung von Anwälten auch die Veröffentlichung einer Gefangenenliste.
Diese wird oft von Fanzine-Herausgebern für ihre Publikation oder Internetseiten übernommen.
Die Nachrichten der HNG erscheinen in einer Auflage von etwa 700 Stück.
Der Verein gehört zu den wichtigsten Organisationen der neonazistischen Szene u.a.
aufgrund seiner weitreichenden Anerkennung und Unterstützung durch andere extrem rechte Gruppierungen.
Seit 2004 wird das Fanzine Nordstolz in Schleswig-Holstein
herausgegeben und eine umfangreiche Internetseite zum Heft betrieben.
Inhaltlich finden sich im Heft zahlreiche Interviews mit Rechtsrockbands sowie Konzertberichte.
Ergänzt wird der Musikteil durch kurze geschichtliche Abhandlungen aus rechter Sicht.
Insgesamt ist Nordstolz ein klassisches rechtes Musikfanzine.
Führendes deutsches RechtsRock-Magazin aus Nordrhein-Westfalen. Das
überwiegend im Abo erhältliche Hochglanzheft hat nach Eigenangaben eine
monatliche Auflage von 15.000 Stück. Das legal erscheinende Rock Nord
veröffentlicht Berichte über Rechtsrock-Bands
und öffnete sich in den vergangenen
Jahren zunehmend den Musiksparten von Neofolk
und Black-Metal / BM.
Bestandteil des Blattes ist die umfangreiche Werbung
für den eigenen Versand Nordcore. Des weiteren verfügt der Verlag über
ein Netzwerk zur Produktion extrem rechter Musikveröffentlichungen.
Wegen der kommerziellen Ausrichtung werden aus der offen
neonazistischen Szene regelmäßig Boykottaufrufe gegen Rock Nord laut.
Der baden-württembergische Verlag Volk in Bewegung verlegt das gleichnamige
Organ der Bewegung Deutsche Volksgemeinschaft (BDVG).
Das Heft vertritt, getreu den Standpunkten der BDVG, einen Neonazismus,
der sich v. a. jugendkulturell deutlich von den Strategien von
NPD und
Junge Nationaldemokraten abgrenzt.
Unter Nutzung einer klischeebeladenen Bildsprache wird dem
Lifestyle der »liberalen Spaßgesellschaft« der »typologisch vorbildliche deutsche
Nationalist« nach dem Vorbild der Hitlerjugend entgegengestellt.
Selbst der Kleidungsstil der Skinheads wird als »Totalübernahme alliierter
Besatzermode« abgelehnt. Neben Ausführungen zu »deutscher Wesenart« und zum
»nordisch geprägten Menschen« nehmen Forderungen zum Aufbau einer
»Volksgemeinschaft« und eines »Volksstaates« nach nationalsozialistischem Muster
breiten Raum ein. Zu den führenden Autoren zählen Altnazis aus dem gesamten
deutschsprachigen Raum. Der Verlag verfügt über ein umfangreiches Vertriebsprogramm
Zinnober, herausgegeben in Rheinland-Pfalz, ist die bedeutendste
Plattform für Exponenten rechter und extrem rechter Dark-Wave,
Neofolk- und Industrialmusik.
Die Namenswahl ist eine Anleihe am Werk
»Der Weg des Zinnobers« des faschistischen Vordenkers Julius Evola,
dessen Ideen in der Zeitschrift positiv aufgegriffen werden.
Die unregelmäßig erscheinende Zeitschrift versteht sich als »antimodern«
und »kulturkritisch« und hat ein überaus elitäres und avantgardistisches
Selbstverständnis. Insbesondere bemüht sie sich darum, den
»künstlerischen« und ästhetischen Zugang zu antidemokratischen und
faschistischen Strömungen herzustellen. Die Ausgabe Nummer 7,
erschienen im April 2004, bietet u.a. ein Interview mit Alain de Benoist,
dem Vordenker der ›Neuen Rechten‹ in Frankreich.
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