Auswahl extrem rechter Publikationen mit bundesweiter Bedeutung
Die ersten Ausgaben des neonazistischen Hefts aus Brandenburg
erschienen mit einem starken regionalen Bezug. Neben den Politbeiträgen wurden
zunehmend Artikel zur Rechts-Rock-Szene wie Konzertberichte und Musikbesprechungen
veröffentlicht.
Seit 2003 erscheint Der Panzerbär in Sachsen und erfreut sich bundesweiter Beliebtheit.
Ursprünglich als »Rundbrief inhaftierter Kameraden der Justizvollzugsanstalt
Brandenburg« produziertes neonazistisches Politzine.
Inzwischen wenden sich die Herausgeber aus Mecklenburg-Vorpommern in ihren Beiträgen
neben den zahlreichen politischen Artikeln auch vermehrt der Rechtsrock-Szene zu.
Seit 1999 existiert eine gleichnamige umfangreiche Homepage zu diesem Heft,
auf der seit November 2004 ein wöchentlicher Rundbrief über politische Ereignisse
in der extrem rechten Szene veröffentlicht wird.
Die Auflage der Nummer 19 als bisher letzte Ausgabe betrug nach Eigenangaben über 800 Stück.
Die in Mecklenburg-Vorpommern herausgegebene Zeitschrift
ist impulsgebend für den Stil- und Symbolwandel in Teilen des Spektrum
der Freien Kameradschaften. Bemühte sich das Blatt bis vor zwei Jahren
mit Titelblatt-Aussagen wie »Der Umerziehung zum Trotze wir bleiben braun«
und Wehrmachts-Symbolik um neonazistische Eindeutigkeit, so griff es danach
verstärkt Themen wie Globalisierung auf und reproduziert populistische
Symboliken der globalisierungskritischen Bewegung.
In der Nummer 10 von Anfang 2004 wird Che Guevara zum Vorbild
für den »völkischen Sozialisten« erklärt, das Symbol der Antifaschistischen Aktion
erfährt eine Verfremdung. Der bislang in Frakturschrift gehaltene Name
Der Fahnenträger wechselte zu Fahnenträger im modernen Schriftdesign.
Das Blatt ist anspruchsvoll layoutet und erscheint mehrmals im Jahr.
Beliebtes Polit-Zine aus Sachsen-Anhalt, das neben zahlreichen
Politbeiträgen auch über die Rechtsrock-Szene berichtet. Mit der
Beilage Ungebrochen wird vor allem die neonazistische
Gefangenenarbeit gefördert und unterstützt.
Vom Heft Feuer & Sturm erschienen bisher zehn Ausgaben.
Skinzine aus Sachsen, das schwerpunktmäßig RechtsRock-Bands,
aber auch unpolitische Oi- und
Hardcore-Bands bespricht. Nach
einer mehrjährigen Pause bildete sich Anfang 2001 eine neue Redaktion,
die sich von den teilweise unpolitischen Beiträge des früheren
Herausgeber distanzierte und die extrem rechte Ausrichtung des
Heftes bestärkte.
Seit der Debütausgabe des Heftes im Jahre 1994 sind
19 Ausgaben erschienen. Damit ist das Foier Frei eines der wenigen kontinuierlich erscheinenden Fanzines.
Mit der Quartalsschrift Funkenflug - jung-stürmisch-volkstreu wirbt
die Heimattreue Deutsche Jugend / HDJ für ihre politische Jugendarbeit.
In Anlehnung an die bündische Jugendbewegung betreibt die HDJ neonazistische Arbeit
und hat vor allem Kinder und Jugendliche als Zielgruppe.
Neben Berichten über ihre Aktivitäten finden sich auch geschichtliche Abhandlungen,
die auf die junge Leserschaft zugeschnitten sind. Insgesamt ist die HDJ in ihrer Art
und Weise an der verbotenen Wiking Jugend orientiert und hat deren Betätigungsfeld
der Nachwuchserziehung übernommen.
Ausgehend von ihrem anfänglichen Schwerpunkt Berlin-Brandenburg hat die HDJ ihren
Wirkungskreis inzwischen auf das gesamte Bundesgebiet ausgedehnt.
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