Triskele
Die Triskele war in ihrer gerundeten Darstellungsform im ehemals keltischen
Siedlungsraum weit verbreitet. Die eckige Darstellung ähnelt einem dreiarmigen
Hakenkreuz
und wird daher von neonazistischen Kreisen entsprechend interpretiert.
Die ›eckige‹ Triskele dient als Organisationskennzeichen der
rassistischen südafrikanischen Burenorganisation Afrikaaner Weerstandsbeweging (AWB)
und von Blood & Honour.
Die Darstellung der Triskele im Zusammenhang mit B&H ist verboten.
Die Triskele wird in der Neonazi-Szene in beiden Darstellungsformen genutzt.
Zu erwerben ist sie als T-Shirt- oder Jackenmotiv und als Schmuckstück bzw. Ornament.
Die gerundete Darstellung ist häufig verschnörkelt und damit schwer identifizierbar.
Triskele ist auch der Name eines neonazistischen Magazins.
Triskele-Motive werden, v.a. in gerundeter Form, auch außerhalb
des neonazistischen Spektrums angeboten, wie beispielsweise von
Troublemaker.
Verwendet wird sie auch in heidnischen Kreisen.
Werwolf
Werwölfe sind dem Mythos nach Menschen, die sich bei Vollmond in
blutrünstige Wölfe verwandeln. Werwolf war auch der Name einer SS-Organisation,
die hinter den feindlichen Linien einen Untergrundkampf gegen die Alliierten
weiterführen sollte.
»Eine unbekannte Zahl ›Wehrunwilliger‹, Soldaten, Zivilisten
und selbst Amtsträger der Partei, fiel den (...) Mordbefehlen zum Opfer.
Wenige Tage vor Kriegsende wurden Männer und Frauen, darunter eine
Schwangere, in der oberbayerischen Stadt Penzberg von einem vermummten Werwolf-Kommando
unter Führung des Schriftstellers Hans Zöberlein gnadenlos ermordet,
weil sie die sinnlose Verteidigung ihrer Vaterstadt verhindern wollten
(Penzberger Mordnacht).« [Teil II: Lexikon: Werwolf, S.4. Digitale Bibliothek Band 25:
Enzyklopädie des Nationalsozialismus, S.2872 (vgl. EdNS, S.804) c) Verlag Klett-Cotta]
Der Name der Organisation geht zurück auf den Roman Der Wehrwolf
von Hermann Löns. Die Wolfsangel (auch Gibor-Rune),
Symbol des Wehrwolfes bei Löns, wurde von militärischen Einheiten im Zweiten Weltkrieg
und der Werwolf-Organisation benutzt.
[Weiterführende Literatur: Rose, Arno: Werwolf 1944-1945, Stuttgart 1980]
Neonazistischen Kreisen dient der Rückgriff auf die Werwolf-Organisation
als Ausdruck ihres unbedingten Kampfeswillen, der die Vernichtung ihrer politischen
Gegner mit einschließt. Der Name wird von Bands und Wehrsportgruppen oder in anonymen
Drohungen benutzt. Die Wolfsangel ist weit verbreitet.
Eine Eintragung der Modemarke Werwolf Germany wurde 2001 mit Hinweis
auf den »nationalsozialistischen Hintergrund« des Namen vom Deutschen Patent- und Markenamt
abgelehnt.
Zahnrad
Im NS bildete das Zahnrad im Verbund mit dem
Hakenkreuz die Organisationssymbolik der
Deutschen Arbeitsfront (DAF), der größten NS-Massenorganisation.
Es war auch Teil des Organisationsabzeichens der Freiheitlichen deutschen Arbeiterpartei (FAP)
bis zu ihrem Verbot 1995.
In originaler Darstellung wie auch mit dem Schriftzug FAP ist die
Verwendung des Zahnrades verboten. Es findet ohne diese Zusätze jedoch straffreie Verwendung
in der Neonazi-Szene, so bei den Hammerskins
oder bei Gruppen der Freien Kameradschaften.
Auch die Nationaldemokratische Partei Deutschlands (NPD)
hat das Symbol für sich wieder entdeckt.
Die Neonazi-Band Faustrecht ließ eine ihrer CDs sogar in Form des Zahnrades ausstanzen.
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