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Rudolf Heß - Märtyrer des Friedens

     Symbole mit nationalsozialistischem Bezug
 

Reichskriegsfahne

Die Reichskriegsfahne existiert seit 1867 in verschiedenen Darstellungsformen. Beliebt unter Neonazis ist die ursprüngliche Variante mit schwarzem Kreuz, in dessen Mitte ein Kreis mit Reichsadler sowie in der linken oberen Ecke das Eiserne Kreuz auf schwarz-weiß-rotem Hintergrund abgebildet sind. Die Variante der Reichskriegsfahne, die im NS am weitesten verbreitet war, da sie in Originaldarstellung ein Hakenkreuz in der Mitte enthält.

Die Reichskriegsfahne ist eines der meist verwendeten Symbole in der Neonazi-Szene und häufig als Aufnäher oder als Motiv auf T-Shirts und CDs zu sehen. Laut gültiger Rechtsprechung kann das öffentliche Zeigen der Reichskriegsfahne (in der Variante von 1867 bis 1921) im Einzelfall eine polizeiliche Sicherstellung zur Abwehr »konkreter Gefahren für die öffentliche Sicherheit und Ordnung« nach sich ziehen.

Rudolf Heß

Rudolf Heß ist eine der Kult- und Märtyrerfiguren der extremen Rechten. Heß war der Stellvertreter Adolf Hitlers in der NSDAP. Er flog 1941 aus eigenem Antrieb nach Schottland, um mit England einen Separatfrieden auszuhandeln und damit einen Zweifrontenkrieg zu verhindern. Dort wurde er interniert und bei den Nürnberger Kriegsverbrecherprozessen zu lebenslanger Haft verurteilt. Am 17. August 1987 beging er im alliierten Kriegsverbrechergefängnis Berlin-Spandau Selbstmord.

Sein Selbstmord bedient das Bedürfnis der rechten Szene nach vermeintlichen Märtyrern. Sein Freitod wird dafür zu einer Mordtat durch die Alliierten uminterpretiert. Die alljährlichen ›Gedenkmärsche‹ zum Todestag von Rudolf Heß sind Kristallisationspunkte der Neonazi-Szene.

Versände bieten Bekleidung und Accessoires mit seinem Konterfei an. Sein Schlusswort im Nürnberger Prozess mit dem Ausspruch »Ich bereue nichts«, in dem Heß ein deutliches Bekenntnis zum NS ablegt, wird auf Postern oder in Fanzines gern zitiert. Erhältlich sind auch T-Shirts zu den einzelnen Heß-Gedenkmärschen, z.B. ›Rudolf Heß Marsch 1997 Roskilde‹.

Schwarze Sonne

Im NS diente die Schwarze Sonne, die als ein zwölfarmiges Hakenkreuz oder ein Rad aus zwölf Sig-Runen gedeutet werden kann, der SS als Sinnbild einer nordisch-heidnischen Religion und eines uralten geheimen Wissens. In der SS-Kultstätte Wewelsburg ist die Schwarze Sonne als Bodenmosaik ›verewigt‹ worden. Heute symbolisiert sie in extrem rechten Kreisen die »Verbundenheit mit der eigenen Art und mit den arteigenen Wertvorstellungen«.

Entgegen mancher Behauptungen aus der rechten Szene ist die Schwarze Sonne kein historisches Symbol, sondern ein Kunstprodukt der SS. Es sind keine früheren Verwendungen oder ähnliche Vorläufer bekannt.

In weiten Teilen der extremen Rechten, von Neonazi-Skins, der rechten Dark-Wave-Szene bis hin zur so genannten ›Neuen Rechten‹, erfreut sich die Schwarze Sonne nach dem Entwurf der SS hoher Popularität.

In Esoterik-Kreisen teilweise auch in der Dark-Wave-Szene, wird eine andere ›Schwarze Sonne‹ aus alchemistischer Herkunft genutzt. Sie zeigt eine Schwarze Sonne als reines schwarzes Sonnensymbol. Sie ist zumeist Ausdruck eines überaus elitären Selbstverständnisses.

Sie findet nicht nur als Teil von Gruppensymbolen, z.B. des Sturms Barbarossa aus Rheinhessen/ Rheinland Pfalz, sondern auch als Schmuckstück, Anstecknadel, Tischdecke, Fahne, Uhrzifferblatt und T-Shirt-Motiv Verwendung. Das Symbol ist nicht verboten.


Reichskriegsfahne Schlüsselanhänger mit Hakenkreuzfahne Transparent der Kameradschaft Sturmfront Rudolf Hess T-Shirt Schwarze Sonne auf CD-Cover Schwarze Sonne als Zifferblatt Schwarze Sonne auf Transparent

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