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Musikalisch: Stilrichtung des Heavy-Metal, in der mit schnellen Takten
und extremen Gesang häufig in Verbindung mit orchestralem ›Todes-Ambiente‹ ein
infernalistisches Szenario intoniert wird.
Ideell hat Black Metal (BM) eine stark antichristliche Ausrichtung.
Eine neonazistische Minderheit des BM formiert sich im Netzwerk des
National Socialist Black Metal (NSBM). Dort wird die BM-typische Terminologie von Zerstörung,
Apokalypse und Krieg in einen pro-nazistischen Kontext gestellt und mit der Verherrlichung
des Holocausts in einen extremen Neonazismus gesteigert.
Im Mittelpunkt steht die Ablehnung des ›Widernatürlichen‹ und ›Schwachen‹.
Damit einher gehen Gewaltakte gegen als ›lebensunwert‹ empfundene Menschen, die von Anhängern
des NSBM begangen wurden. Die NSBM-Musiker Varg Vikernes (Norwegen)
und Hendrik Möbus (Thüringen) wurden wegen Morden zu Haftstrafen
verurteilt und avancierten zu Kultfiguren der Szene, ihre Bands
Burzum und Absurd zu Kultbands.
In den letzten Jahren ist in Deutschland eine Öffnung des RechtsRock-Spektrums
gegenüber dem Black Metal festzustellen. In den Fanzines werden regelmäßig BM- und NSBM-Bands
vorgestellt, szeneübergreifende Bandprojekte (wie die Band Halgadom) sowie eine strukturelle
Zusammenarbeit sind keine Seltenheit mehr.
Der Kleidungsstil der NSBM-Szene ist geprägt von Anleihen am Horror-Genre
und am Wikinger-Archetypus und reproduziert ein archaisches Männer- und Kriegerbild. Gängig
ist die Verwendung von Runen und Runenschrift.
Musikalisch: Hatecore ist eine musikalisch wie textlich brachiale
Interpretation des Hardcore, ein schneller,
eingängiger Punkrock, der auf alle Elemente de Stimmungs-und Partymusik verzichtet.
Anfang der 80er-Jahre entstand aus dem Punk der Hardcore und als eine weitere Entwicklung
der Hatecore. Während Punk Spaß und Individualität oben an stellte,
transportierte Hatecore ausschließlich Aggression und Hass. Diese Grundessenz,
das dort propagierte Männerbild sowie die Selbstdisziplinierung eines Teiles seiner Anhänger
(beispielsweise im Umgang mit Drogen und Sexualität), die mit der anarchischen Tradition
des Punk brachen, boten ein Einfallstor für zunehmende rechte Adaption. Die Hardcore-Kultband
Agnostic Front (USA) versteht sich als Skinhead-Band und
offenbart (trotz Statements gegen Neonazismus) in Aussagen beispielsweise zur Homosexualität
rechte Denkmuster.
Bekannteste Vertreter neonazistischen Hatecores sind in Deutschland
die Bands White Aryan Rebels (Berlin/Brandenburg) und
Hate Society (Bayern). Der in Werder an der Havel
ansässige Blood&Honour-Nachfolgeversand
Hatesounds vertreibt vor allem Produkte der
amerikanischen Neonazi-Hatecore-Bands Max Resist und
Blue Eyed Devils.
Eine aus Hardcore-Kreisen initiierte Kampagne
Good Night White Pride bemüht sich mittlerweile,
den Einfluss von Neonazis in der Hardcore- und Hatecore-Szene zurückzudrängen.
Populär unter Neonazis ist die Verfremdung des Kampagnen-Logos
in Good Night Left Side. Der antifaschistische Slogan
Hardcore is more than music erfährt seine neonazistische Umkehrung durch
Hatecore is more than music.
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