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R.A.C. existiert nicht als eigener Musikstil sondern als ein Sammelbegriff
der extrem rechten Rockmusik-Szene. Entstanden ist R.A.C. Anfang der 80er-Jahre in England
als Gegenpol zur antifaschistischen Musikbewegung Rock Against Racism.
Der Begriff wird heute in Deutschland zur Charakterisierung
des Oi-lastigen britischen Neonazi-Rocks der 80er-Jahre herangezogen und dient u.a.
auch als politische Positionierung rechter Skinheads, die sich nicht in einen offen
neonazistischen Kontext stellen wollen. Vor diesem Hintergrund wirkt R.A.C.
als Bindeglied zwischen der offen neonazistischen, politisch ambitionierten Musikszene
und sich unpolitisch verstehenden aber dennoch rechtsgerichteten ›Oi-Skins‹.
Musikalisch: Einfacher, schnörkellos gespielter Punkrock mit eingängigen
Refrains, die zum Mitgrölen animieren.
Die Herkunft des Wortes Oi (oft ›Oi!‹ geschrieben) ist unklar.
Unter dem Begriff Oi wurde Ende der 70er-Jahre von der Plattenindustrie ein ›Straßenpunk‹
konstruiert, der mit anderen Jugendkulturen (Skinheads, Fußballfans) zusammen
geführt werden sollte.
Das antipolitische (auch antilinke) und mit ›Working-Class‹-Image
angereicherte Selbstverständnis des Oi ermöglichte der rechten Szene einen
umfangreichen Zugriff auf den Slogan. Gängig in der rechten Skinhead-Szene ist
die Ersetzung der Buchstaben ›eu‹ durch ›oi‹, z.B. in den Bandnamen Kroizfoier,
Oithanasie, Proissenheads oder Volkstroi.
Mitte der 90er-Jahre rückten viele Bands von dieser Schreibweise
wieder ab, um sich vom ›spaßorientierten‹ Teil der Szene abzugrenzen und ihre
politischen Ambitionen zu unterstreichen. Oi wird bis heute auch von Punks und
nicht rechten Skinheads verwendet, die den Begriff gänzlich unpolitisch interpretieren.
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