Auswahl extrem rechter Gruppen und Organisationen in Südwestdeutschland
Baden-Württemberg: Aktionsgruppe Sturm Baden (Kraichgau),
Bewegung Neue Ordnung / Plattform Neue Ordnung,
Deutsche Sozialisten / Außerparlamentarische Opposition DS/APO (Heidelberg), Freundeskreis Ein Herz für Deutschland /
FHD (Pforzheim), Furchtlos und Treu (Heilbronn), Kameradschaft Bodensee,
Kameradschaft Karlsruhe, Kameradschaft Rastatt, Kameradschaft Sturmfront (Bruchsal),
Nationaler Widerstand Villingen-Schwenningen
Bayern: Kameradschaft Neu-Ulm (BW)
Hessen: Aktionsbündnis Mittelhessen / abm (Marburg),
Freie Nationalisten Rhein-Main, Motorsportclub 28 / MSC 28 (Limburg, Diez/RP)
Rheinland-Pfalz: Kameradschaft Bergstraße / KSB, (Südhessen),
Kameradschaft Vorderpfalz (Hessheim), Kameradschaft Westerwald, Nationaler Widerstand Köllertal,
Nationaler Widerstand Zweibrücken
Saarland: Kameradschaft Moselland (Trier)
Schwarze Division
Die Kameradschaft Schwarze Division rekrutiert ihre Mitglieder
vornehmlich im Raum Mainz, der Vorderpfalz und Südhessen. Die Gruppe pflegt einen
militanten und paramilitärischen Habitus, bei NPD
-Veranstaltungen übernimmt sie Ordnerdienste,
tritt dabei meist geschlossen und uniformiert auf. Bestandteil der Gruppensymbolik ist
die rote R-Rune unter dem Schriftzug Schwarze Division. Der Spruch auf der Rückseite
Ihrer T-Shirts, »Der Gott, der Eisen wachsen liess, der wollte keine Knechte!«,
gibt die Anfangszeilen eines kriegsverherrlichenden »Vaterlandsliedes« von Ernst Moritz Arndt
von 1812 wieder.
Kameradschaft Sturmfront
Die größtenteils aus neonazistischen Skinheads bestehende Kameradschaft
Sturmfront organisiert im Raum Karlsruhe/Bruchsal Konzerte und Feiern und exponiert sich
auf Aufmärschen über eigene Transparente und Blöcke. Eine Gaststätte in Forst dient der
Gruppe als fester Treffpunkt. Das Organisationsabzeichen ist ein Wappen, welches die Farben
Schwarz-weiß-rot, ein Eisernes Kreuz,
einen als Sig-Rune zu deutenden Blitz sowie die
badischen Landesfarben gelb-rot-gelb beinhaltet. Auf dem Rücken der »Kameradschafts-T-Shirts«
ist Stolz&Stark aufgedruckt.
Organisatorisches Zentrum der Gruppe Berserker Kirtorf
ist die mittelhessische Kleinstadt Kirtorf (bei Alsfeld), wo zwei Anwesen als Treffpunkte
dienen. Eng mit der Gruppe verwoben ist die Rechtsrock-Band Gegenschlag.
Personen der Berserker Kirtorf zeigten in der Vergangenheit auch offen ihre Sympathien
für das Terrornetzwerk Combat 18. Der Name Berserker
bezieht sich auf den Mythos
gleichnamiger germanischer Kämpfer, die in extrem rechter Geschichtsschreibung als
»Odins Elitekrieger« verklärt werden.
Kameradschaft Saarlautern
Die Kameradschaft Saarlautern, auch Kameradschaft Horst Wessel Saarlautern,
ist eine der aktivsten neonazistischen Gruppen in Südwestdeutschland.
Die Namensgebung ist geprägt von Rückgriffen auf den Nationalsozialismus:
Der SA-Sturmführer Horst Wessel, der 1930 in einer Auseinandersetzung mit Antifaschisten
getötet und von den Nazis zum »Märtyrer der Bewegung« aufgebaut wurde.
Saarlautern war von 1936 bis 1945 die nationalsozialistische Gaubezeichnung
für den saarländischen Kreis Saarlouis.
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